Sakramente

Sie bringen zum Ausdruck, dass  jede Lebensgeschichte von Gott her gewollt und begleitet wird. Besonders sichtbar zeigt sich diese Liebe Gottes zu den Menschen an den entscheidenden Bruchstellen des Lebens. Deswegen begleiten die Sakramente den Menschen von der Geburt bis zum Sterbebett. Am Beginn des Lebens steht im Sakrament der Taufe die Zusage, dass dieser Mensch von Gott geliebt und gewollt ist, dass ihm eine tiefe Beziehung zu Jesus Christus geschenkt ist und dass er in der Gemeinschaft der Kirche, in der Gemeinschaft einer Pfarrgemeinde eine geistige und soziale Heimat findet. Auf dem Weg des erwachenden Gewissens und der Reflexions- und Kommunikationsfähigkeit werden dem Menschen in den Sakramenten der Beichte und der Eucharistie Orte der Versöhnung, des Erbarmens, des Friedens und der Gemeinschaft aufgetan. Im Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden erhält der Mensch im Sakrament der Firmung jene Stärkung durch den Heiligen Geist, die ihn zu einem geistreichen und sinnerfüllten Leben führt. Den Erwachsenen rufen die Sakramente der Ehe und der (Priester)Weihe in die Verantwortung, beim Aufbau einer geistigen und gerechten Welt mitzuarbeiten. Und wenn der menschliche Leib schwächer wird, wenn Krankheit ihn bedroht bis hin zum Tod, dann schenkt das Sakrament der Krankensalbung Trost und Hoffnung.

Quelle: Erzbistum München und Freising